079 Warum dein Pferd im Frühling nicht schwieriger wird – sondern ehrlicher

Shownotes

Warum dein Pferd im Frühling nicht schwieriger wird – sondern ehrlicher

Der Frühling bringt Bewegung. Mehr Energie. Mehr Dynamik. Mehr Reaktionen.

Und oft auch den Gedanken: „Jetzt fängt das schon wieder an.“

In dieser Episode erfährst du:

Warum der Frühling kein Neustart ist – sondern ein Verstärker

Weshalb alte Themen jetzt sichtbarer werden

Warum Aktionismus die Situation häufig verschärft

Und wie echte Stabilität im Alltag entsteht – nicht im Training

Wir sprechen über Zyklen, Energiefluss und Regulation. Und darüber, warum Prävention immer vor Eskalation beginnt.

Denn dein Pferd wird im Frühling nicht schwieriger. Es wird ehrlicher.

🔥 Wenn du dein Pferd präventiv begleiten möchtest:

Im Kurs „Heilende Hitze – Moxa für Pferde“ lernst du, wie du mit einem klaren, strukturierten System Energie bewusst regulierst – bevor Dysbalancen laut werden.

➡️ Hier findest du alle Infos zum Kurs: https://rubilistic.at/heilende-hitze/

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Und wenn du lernen willst, Prozesse früher zu erkennen, dan melde dich hier für meinen Newsletter an: http://eepurl.com/h8K45z

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Transkript anzeigen

Hufgeflüster – 079 Warum dein Pferd im Frühling nicht schwieriger wird – sondern ehrlicher

Schön, dass du da bist.Mein Name ist Robina Michelic, du kannst mich aber gerne Rubi nennen.

Ich begleite engagierte Pferdebesitzer und Fachleute dabei, Prozesse einzuordnen, bevor sie eskalieren.

In diesem Podcast sprechen wir über Zyklen, Energie und Entscheidungssicherheit. Denn nicht jedes Symptom ist ein Problem – und nicht jeder Moment verlangt eine Handlung.

Wenn du aufhören willst, reflexhaft zu handeln und beginnen willst, bewusst zu entscheiden, dann bleib dran.

Wir starten gerade in den Frühling.Du spürst es wahrscheinlich auch.

Die ersten Schneeglöckchen stehen im Garten.Die Tage werden heller.Und gefühlt wird alles intensiver.

Mehr Bewegung.Mehr Spannung.Mehr Dynamik in der Herde.Und ganz ehrlich – manchmal auch ein bisschen mehr Drama.

Jedes Jahr sehe ich dasselbe:Pferde werden als „schwierig“ oder „explosiv“ bezeichnet.Besitzer werden strenger.Trainer werden lauter.

Und kaum jemand fragt:

Haben wir im Winter eigentlich genug stabilisiert?

Der Frühling wird oft als Neustart gesehen.Ich sehe das anders.

Für mich ist der Frühling kein Reset-Knopf.Er ist ein Verstärker. Wie ein Lautstärkeregler.

Was im Winter leise war, wird jetzt hörbar.Was stabil war, bleibt stabil.Und was wackelig war, wird sichtbar.

Der Frühling macht nichts neu.Er macht nur ehrlich.

Und Ehrlichkeit ist manchmal unbequem.

Denn wenn der Frühling ehrlich macht, zeigt er uns auch, wo wir im Winter vielleicht weggeschaut haben. Vielleicht war dein Pferd ruhiger – aber nicht stabiler. Vielleicht war es leiser – aber nicht regulierter.

Leise bedeutet nicht automatisch gesund.Manchmal bedeutet leise einfach nur: Energie staut sich.

Ich habe das gerade selbst erlebt.

Mein Pferd ist ein Springpferd. Ich halte seinen Schweif normalerweise eher kurz geschnitten, ganz klassisch im Springpferdestil.

Und jetzt, im Frühling, hat er wieder begonnen, in der Herde vermehrt Steigspielchen zu machen. Beim Rückwärtstreten ist er sich auf den eigenen Schweif gestiegen und hat sich ein großes Stück ausgerissen.

Zum Glück ist sonst nichts passiert.

Ich stand also da, mit der Schere in der Hand, und habe den Schweif bis auf Sprunggelenkshöhe zurückgeschnitten.

Vor zehn Jahren hätte ich in so einem Moment gedacht:„Oh nein, jetzt geht das schon wieder los.“„Jetzt wird er wieder explosiv.“„Jetzt kommt wieder diese Phase.“

Dieser Gedanke ist diesmal nicht hochgekommen.

Stattdessen habe ich beobachtet.Nicht bewertet. Beobachtet.

Wie steht er?Wie bewegt er sich?Wie reagiert er auf die anderen?

Und ich habe gemerkt:Es ist nicht Explosivität.Es ist Energie, die raus will.

Und Energie ist nichts Schlechtes.Sie braucht nur Richtung.

Heute weiß ich:Im Frühling fängt nichts „wieder an“.Es war schon da.

Der Frühling macht es sichtbar.

In der klassischen östlich-asiatischen Medizin – meinem Fundament – geht man davon aus, dass Symptome nicht plötzlich entstehen.

Sie entstehen, wenn der Energiefluss im Körper über längere Zeit aus dem Gleichgewicht gerät. Wenn Energie stockt oder sich irgendwo zu stark sammelt.

Im Frühling kommt das Holzelement ins Spiel.Und damit der Wind.

Wind bewegt.Wind verteilt.Wind bringt Dynamik.

Und Dynamik ohne Regulation fühlt sich schnell wie Kontrollverlust an.

Was passiert dann?

Das Pferd reagiert.Wir reagieren zurück.

Mehr Training.Mehr Korrektur.Mehr „Jetzt zeige ich dir mal, wer hier führt“.

Aktionismus fühlt sich produktiv an.Aber oft ist es nur Nervosität mit Plan.

Und weißt du, was dann häufig passiert?

Das Pferd wird noch wacher.Noch gespannter.Der Mensch wird äußerlich klarer – aber innerlich angespannter.

Beide glauben, sie führen.In Wahrheit reagieren beide.

Das ist, als würdest du bei Wind versuchen, die Blätter einzufangen, statt die Wurzeln zu stärken.

Und manchmal behandeln wir Pferde wie einen Toaster:Knopf drücken – hoffen, dass es warm wird.

So funktioniert Regulation nicht.

Der Frühling ist keine Phase zum Neuerfinden.Er ist eine Phase zum Stabilisieren.

Wenn die Energie steigt, braucht es Führung – nicht Tempo.Wenn Bewegung kommt, braucht es Regulation – nicht Kontrolle.

Und Regulation beginnt nicht im Viereck.Sie beginnt im Alltag. In der Haltung. Im Energiehaushalt.

Stell dir vor:Dein Pferd wird dynamischer – und du bleibst ruhig.

Mehr Energie im Außen.Mehr Stabilität im Innen.

Du reagierst nicht schneller.Du reagierst klarer.

Das ist Kompetenz.

Und genau das unterscheidet reife Pferdebesitzer von reaktiven.

Ich schaue mir im Frühling ganz bewusst an, wie mein Pferd reagiert – und reflektiere dann den Winter.

Habe ich genug unterstützt?War genügend Regulation da?Gab es genug Ausgleich?

Wenn ich merke, dass ich im Winter nicht ausreichend reguliert habe, beginne ich nicht mit mehr Training.

Ich beginne mit Regulation.

Ich frage mich:Wo ist zu viel?Wo ist zu wenig?

Und dann arbeite ich nicht an der Oberfläche.Sondern an der Basis.

Für mich ist Moxa genau das.

Kein „Jetzt ist es schlimm“-Werkzeug.Kein Notfall-Trick.Kein esoterisches Ritual.

Sondern ein einfaches, traditionelles Instrument, um Energie bewusst zu lenken – bevor sie sich unkontrolliert verteilt oder stockt.

Moxa war früher die Medizin des Volkes.Heute ist es teilweise in Vergessenheit geraten.

Aber genau das braucht der Frühling:Stille, konsequente Stabilisierung.

Die entscheidende Frage ist nicht:

Was mache ich, wenn mein Pferd explodiert?

Sondern:

Was tue ich, bevor es explodiert?

Sicherheit entsteht nicht im Chaos.Sie entsteht in der Vorbereitung.

Stabilität entsteht nicht im Training.Sie entsteht im Alltag

Wenn du nicht erst reagieren willst, wenn etwas eskaliert, sondern dein Pferd präventiv begleiten möchtest, dann findest du meinen Kurs „Heilende Hitze – Moxa für Pferde“ in den Shownotes.

Dort lernst du, wie du mit einem klaren System Energie regulierst – bevor Dysbalancen laut werden.

Wenn dir diese Episode einen Gedankenanstoß gegeben hat, dann teile sie gerne mit jemandem, der sein Pferd bewusster begleiten möchte.

Und wir hören uns in zwei Wochen.

Alles Liebe,Rubi

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