075 Nicht-Entscheiden ist auch eine Entscheidung

Shownotes

Wie viele Kurse hast du schon gekauft, begonnen – und nie wirklich umgesetzt?

Und wenn du ehrlich bist: Wie viel hat sich bei deinem Pferd im letzten Jahr tatsächlich verändert?

Nicht theoretisch. Nicht im Kopf. Sondern real – im Körper, in der Bewegung, im Wohlbefinden.

In dieser Podcast-Episode geht es nicht um das nächste Tool und nicht um die nächste Methode. Es geht um Verantwortung. Und um die unbequeme Wahrheit, dass Nicht-Entscheiden ebenfalls eine Entscheidung ist.

Ich spreche darüber,

  • warum Veränderung nicht an fehlendem Wissen scheitert

  • weshalb Abwarten sich oft sicher anfühlt – aber dem Körper schadet

  • wie große Entscheidungen Orientierung geben und kleine Entscheidungen lenken

  • warum es manchmal fairer ist, jetzt etwas zu tun, statt weiter zuzuwarten

Diese Folge ist eine Einladung, ehrlich hinzuschauen: Wo hoffst du noch, dass sich etwas „von selbst“ löst – und wo wäre es an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen?

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🧭 Zum Mitnehmen

Verantwortung fühlt sich nicht immer leicht an. Aber sie fühlt sich richtig an.

Transkript anzeigen

Hufgeflüster – 076 Nicht Entscheiden ist auch eine Entscheidung

Hallo, hallo und herzlich willkommen zum Podcast Hufgeflüster.

Mein Name ist Rubi Michelic und ich freue mich riesig, dass du da bist.

Die heutige Episode möchte ich mit einer Frage beginnen. Das ist ein bisschen untypisch für mich, ich weiß.

Aber es ist super wichtig, denn bei mir und beim Podcast Hufgeflüster dreht sich alles darum, dass du wieder Freude und Spaß mit deinem Pferd – mit deinem Tier – hast. Und dazu ist diese Frage unumgänglich.

Die Frage lautet:

Wie viele Kurse hast du schon gekauft, sie vielleicht sogar angefangen, aber nie wirklich fertig geschaut oder umgesetzt?

Und wenn du ehrlich bist: Wie viel hat sich bei deinem Pferd im letzten Jahr tatsächlich verändert?

Nicht theoretisch. Nicht im Kopf – obwohl das auch wichtig ist. Sondern ganz real im Körper, in der Bewegung, im Wohlbefinden.

Ich stelle diese Frage jetzt nicht, um dir Druck zu machen. Und ganz sicher nicht, um irgendein Schuldgefühl bei dir zu erzeugen.

Sondern weil ich das in meiner Arbeit immer wieder sehe: Dass Veränderung nicht daran scheitert, dass Menschen zu wenig wissen.

Sondern daran, dass sie keine Entscheidungen treffen.

Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Unsicherheit, aus Angst, etwas falsch zu machen. Oder aus der Hoffnung, dass sich irgendwann das Thema von selbst löst.

Und in dieser Episode heute geht es nicht um das nächste Tool und nicht um die nächste Methode.

Es geht um Verantwortung. Und um die Frage, warum Nicht-Entscheiden oft die bequemste, aber selten die fairste Option für den Körper ist. Oder für dein Pferd ist.

Und ich für mich erlebe das halt eben oft auch mit meinen Kund:innen. Dass mir seit Jahren dasselbe erzählt wird.

Und einerseits ist es so: Mein Anspruch an mich selbst ist, dass ich neutral bleibe dem Ganzen gegenüber. Weil es ja irgendwo nicht meine Verantwortung ist, dass du umsetzt.

Es ist meine Verantwortung, dass ich dir sage, was ich sehe. Aber ob du umsetzt oder nicht, kann mir in der Theorie egal sein.

Ist es aber nicht.

Denn: All meine Kundentiere liegen mir extrem am Herzen. Ich liebe Pferde allgemein. Und mir zerbricht regelmäßig das Herz, wenn ich sehe, was diese wunderschönen Tiere alles aushalten müssen.

Und am Anfang dachte ich: Okay, vielleicht ist das Wissen einfach zu wenig draußen und ich muss mehr Wissen zur Verfügung stellen. Das war auch eigentlich der Grund, warum ich diesen Podcast hier begonnen habe.

Und es ist dann für mich immer ein Wahnsinn.

Zum Beispiel hat mir letztens eine Kundin erzählt, ja, dass sie meinen Podcast so toll findet, vor allem die ganzen Huf-Episoden. Und sie hat jetzt einen Kurs bei jemandem gemacht, um sich da zu vertiefen.

Und sie hat mir den Namen der Person genannt – und ich weiß, wofür die steht, und ich weiß, was die erklärt.

Und da hat es mir innerlich nur alles zerrissen, weil ich mir dachte: Da hast du nichts verstanden von dem, was ich in diesem Podcast von mir gebe.

Und ich bin wirklich zuerst in die Wut gegangen. Der Person gegenüber, dann in die Wut mir gegenüber, dass ich irgendwas nicht klar genug erklärt habe oder nicht gut genug zur Verfügung gestellt habe.

Und dann habe ich es aber geschafft, irgendwie so ein bisschen auf die Metaebene zu gehen und mir zu überlegen: Ja, warum hat sie eigentlich weitergesucht? Warum hat sie sich nicht bei mir gemeldet?

Und das hängt ja nicht mit der Intelligenz zusammen.

Sondern für mich war es dann so dieses: Entscheidung treffen. Wieder.

Und ich kenne das auch von mir.

Ja, eigentlich will ich abnehmen, aber trotzdem entscheide ich mich dann am Abend dazu, auf der Couch Popcorn zu essen.

Dann ist der Entscheidungsdruck nicht hoch genug. Und da meine ich jetzt im Sinne von: Dann willst du es nicht genug.

Denn Veränderung beginnt nicht mit Wissen.

Veränderung beginnt nicht mit dem nächsten Kurs, nicht mit der nächsten Ausbildung.

Sondern mit einer Entscheidung.

Und natürlich: Es reicht jetzt nicht, wenn ich einmal sage: Ja, mein Pferd muss abnehmen. Ich entscheide jetzt, er nimmt ab. Und deswegen gehe ich jetzt einmal mit ihm eine Stunde länger spazieren und gebe ihm einmal nicht einen ganzen Sack Karotten, sondern nur eine Karotte.

Und am nächsten Tag, weil er so brav war, mache ich alles wie immer.

Nein. Das ist dann nicht die Entscheidung getroffen haben.

Also: Dann hast du die Entscheidung nicht getroffen, dass du Veränderung willst.

Die Entscheidung triffst du dann final. Und dann kommen alle kleinen weiteren Entscheidungen, die diese Entscheidung bestätigen.

Du könntest das jetzt „Ziel“ nennen, aber für mich ist Ziel dann oft so … das Wort ist schon ein bisschen ausgelutscht, gefühlt. Vor allem bei Pferdebesitzer:innen, weil man halt mit Tieren ja dann auch nicht diesen Zieldruck erzeugen will.

Also Ziele werden da oft ganz anders definiert, als wenn ich jetzt ein Business-Ziel für mich definiere – dann halte ich das groß, dass ich inspiriert werde, Entscheidungen zu treffen, dass dieses Ziel getroffen wird.

Und diese Entscheidungen sollen weniger Druck erzeugen. Natürlich ist irgendwo ein bisschen Druck dahinter. Aber für mich ist mittlerweile teilweise alles besser als dieses Abwarten, das gelebt wird.

Denn ja, das fühlt sich vielleicht im ersten Schritt liebevoll an, weil ich gebe meinem Pferd ja Zeit.

Und dieses Nicht-Eingreifen fühlt sich vielleicht sicherer an.

Und dieses Ergebnis in die Zukunft setzen: „Jetzt mache ich diese Ausbildung, und dann später weiß ich, wie ich dann damit umgehen soll.“

Ja, aber dieses „später“ ist halt …

Also, ich sehe es wirklich in der Reiterei allein mit diesem ganzen Trend, dass die Leute ihre Pferde nicht mehr reiten. Warum auch immer.

Ja, mir ist bewusst, dass ein Pferd anatomisch gesehen nicht ein Gewichtsträger ist.

Und am Ende ist es wurscht, ob du dein Pferd reitest oder nicht. Also ich für mich habe das mal …

Ich habe jahrelang mein Pferd nicht geritten – aus der Liebe heraus, weil ich mir das eingeredet habe.

Wenn ich ganz ehrlich jetzt bin, war es einfach aus: keine Lust, Zeitmangel und keinen Plan, was ich eigentlich machen soll.

Da habe ich mir alle möglichen Ausreden gegeben, weil ich war im Selbstversorger, habe fast jeden Tag Stalldienst gehabt, und dann hatte ich ehrlich gesagt keine Lust, dass ich noch was mit meinem Pferd mache.

Das war die Zeit, in der er am ungesündesten war. Da gibt es auch eigene Episoden dazu.

Eben auch, warum ich dann begonnen habe, wieder mit dem Reiten.

Und für mich war dann so, dass ich mal ein bisschen zurückgehe und sage: Ja, warum habe ich eigentlich ein Pferd?

Natürlich in erster Linie, weil ich es als Familienmitglied sehe, weil ich es über alles liebe.

Aber wenn ich jetzt ehrlich bin: Das war nicht der intrinsische Grund, warum ich ihn mir gekauft habe.

Damals kannte ich ihn ja noch nicht. Damals habe ich ihn noch nicht so geliebt.

Der Grund war, weil ich reiten wollte – in dem Fall sogar Springreiten.

Deswegen habe ich mir ein Spitzenspringpferd gekauft.

Wie gesagt, dass ich dann über fünf Jahre lang im Endeffekt fast gar nichts mit ihm gemacht habe, ist dann ein anderes Thema.

Und Springen habe ich damals noch immer nicht dazu geschafft. Aus verschiedenen Gründen.

Er ist auch definitiv so … also dem ganzen Thema Turniere gegenüber: Das will ich jetzt gar nicht so anschneiden. Da habe ich wirklich meine Meinung geändert.

Also: Ich möchte nicht mehr auf Turniere fahren mit ihm. Das ist wirklich eine ganz klare Haltung – keine Entscheidung, sondern eine Haltung.

Aber: Zu Hause haben wir jetzt Spaß dabei. Und es heißt nicht, dass das Reiten im Vordergrund steht.

Was bei mir im Vordergrund steht, ist, dass er sich wohlfühlt in seinem Körper. Und dass er eine Freude an der Bewegung hat.

Und ich entscheide jeden Tag – meine Entscheidungen zahlen auf diese Entscheidung quasi jeden Tag darauf ein.

Wenn ich zum Beispiel ein paar Tage nicht draußen war, und jetzt bei dem Wetter bewegt er sich weniger, weil es so eisig ist, dann merke ich das sofort.

Weil er zum Beispiel dann zu Kotwasser tendiert.

Na ja, wenn ich dann einmal komme, werde ich mich nicht gleich raufsetzen und von ihm jetzt da die Mega-Galopparbeit erwarten. Nein.

Sondern ich arbeite im Moment ganz viel mit Moxa, weil einfach durch die Moxa-Zigarre der Energiefluss im Körper quasi ähnlich stimuliert wird wie wenn das Pferd geht.

Natürlich ist es nicht mit Gehen gleichzusetzen – logisch.

Aber es ist das, was ich machen kann, weil bei uns ist es wirklich so eisig, dass ich im Moment gar nicht aufs Viereck komme.

Oder ich mache Mattenarbeit mit ihm unten. Oder ich versuche halt anders, ihn zu beschäftigen.

Also man kann natürlich schon Kompromisse eingehen – aber trotzdem gehen meine Entscheidungen immer darauf zurück, dass er sich in seinem Körper wohlfühlt.

Und ich weiß: Wenn er sich nicht genug bewegt – so wie bei allen anderen Pferden – dann kann er sich im Körper nicht wohlfühlen.

Und wenn du dich jetzt eben dazu entscheidest, dass du aufhörst zu reiten – warum auch immer, vielleicht weil du zu viel wiegst, warum auch immer, egal – dann muss dir aber klar sein, dass du die fehlende Bewegung anders kompensieren musst.

Und das ist oft nicht zu unterschätzen.

Da reicht nicht: „Ich gehe jetzt mal zehn Minuten spazieren mit meinem Pferd.“

Na, da brauchst du ja … ich gehe jetzt mal ein bis zwei Stunden spazieren, wenn du nur Schritt gehen kannst.

Da reicht nicht: „Ich komme einmal die Woche raus, mache einen langen Tag und zweimal einen kurzen Tag.“

Das spielt es nicht.

Ein Pferd braucht für einen wirklich gesunden Stoffwechsel 17 Kilometer am Tag Bewegung.

Und natürlich hängt es dann auch noch viel davon ab, wie du dein Pferd hältst – ob es jetzt im Offenstall ist. Das ist aber auch nicht immer …

Also all meinen Kund:innen sage ich immer: Gebt ihm mal einen Tracker rauf. Und schaut, wie viel sich euer Pferd im Offenstall bewegt.

Und die Zahlen sind teilweise wirklich krass.

Also ich mache es bei meinem auch regelmäßig. Bei mir ist es so, dass er sich zwischen sieben und zwölf Kilometer am Tag bewegt.

Das ist wirklich „durch die Bank“.

Das heißt aber immer noch: Ich bin nicht auf die 17 Kilometer.

Und das ist eine Herde, die sich grundsätzlich ganz gut, ganz viel bewegt – eben auch wenn das Wetter nicht ideal ist.

Im Moment muss ich gestehen, will ich es auch nicht wissen, weil im Moment ist sicher weniger.

Also im Moment sind wir wahrscheinlich so auf fünf Kilometer, weil er einfach eben die großen Runden im Moment kaum gehen kann, weil es einfach so dermaßen eisig ist.

Und ja: Das ist jetzt vielleicht zwei Wochen aus dem Jahr heraus. Das ist okay. Also ich stress mich damit nicht.

Aber trotzdem: All meine Entscheidungen zahlen auf dieses „Er fühlt sich in seinem Körper wohl“-Konto ein, sage ich jetzt mal.

Und ich habe Kund:innen, bei denen – gerade bei Wallachen – die sich oft weniger bewegen, weil sie weniger spielen – da bewegen die sich ein bis zwei Kilometer am Tag.

Also holla die Waldfee.

Das musst du einfach so viel kompensieren, und das ist einfach deine Aufgabe, wenn du ein Pferd hast.

Das ist genauso wie … wenn du einen Hund hast, sagst du auch nicht – du verlangst ja auch nicht von dem, dass der jetzt den ganzen Tag in der Wohnung bleibt und du gehst mit ihm nicht. Nein, das geht auch nicht.

Er braucht auch mindestens eine halbe Stunde am Tag – je nach Rasse – aber eine halbe Stunde ist so mental das Minimum, was ich sage, dass ein Hund Bewegung braucht am Tag.

Bis nach oben.

Klar, man kann übersehen, dass man einen Tag weniger macht mit dem Hund. Das ist bei meinem Hund auch so.

Aber grundsätzlich: Mein Hund ist recht aktiv. Wir haben so unser Ziel mit die sieben Kilometer am Tag.

Und wie gesagt: Ich sage das jetzt nicht alles, um dir Druck zu machen, sondern eher, um dir Mut zu machen, die große Entscheidung zu treffen – und alle kleinen Entscheidungen dann eben auf dieses große Entscheidungskonto hinzuschwenken.

Denn für mich ist mittlerweile das Nicht-Handeln, also dieses Nicht-Entscheiden, das, was dem Körper am meisten schadet.

Weil selbst wenn du dann eine Entscheidung triffst und du machst irgendwas – und das ist das Falsche – dann hast du das Feedback sofort, weil du es dann ja siehst.

Und etwas, was ganz wichtig ist in diesem Bereich generell: dass man trackt, was so passiert.

Also ich mache das tatsächlich schriftlich.

Ich habe so die Themen bei meinem Pferd beobachtet: Meiner ist ein bisschen bemäkelt, anhänglich, und eben wenn der beginnt Kotwasser zu kriegen, dann schreibe ich das mit.

Und wenn das länger als eine Woche ist, dann mache ich was.

Weil nach drei Tagen denke ich mal: Okay, eben, dann schauen wir jetzt, dass wir mehr Schritt gehen. Dann schaue ich, dass ich ihn moxe. Dann schaue ich, dass ich ihn akupressiere.

Dann schaue ich, dass ich – ich verändere tatsächlich ungern was bei seinem Futter, einfach weil es reine Symptombekämpfung ist.

Aber im Notfall mache ich auch das, wenn ich den Grund zum Beispiel weiß.

Dann mache ich das schon einmal – aber auch da schreibe ich das dann mit.

Weil es ist so oft, dass ich mir selber vornehme: „Das mache ich jetzt zwei Wochen.“

Und drei Monate später denke ich: Eigentlich mache ich das jetzt noch immer.

Und deswegen schreibe ich mir das mittlerweile alles mit auf. Weil dann einfach die Zeit so verschwimmt, weil man sich das dann einfach nicht so merkt, wie lange man das jetzt schon macht.

Auch Kuren sind dafür angesehen, dass du sie nicht maximal sieben Wochen machst.

Ich kenne Leute, die füttern die Kur seit Jahren.

Dafür – für dieses Tracken – habe ich dir so ein kleines Freebie erstellt.

Du kannst dir das natürlich auch einfach am Handy anschauen, musst du nicht ausdrucken. Aber wenn du es ausgedruckt haben willst: Ich stelle dir den Link hinein.

Du kannst dir meinen Monatstracker – oder Veränderungstracker – einfach downloaden und dir das einmal anschauen.

Ebenso, wenn du das Thema hast: Ja, dein Pferd soll abnehmen.

Dann einfach mal: Okay, was ist der Start?

Das ist auch mit Fotos ganz wichtig. Mit Fotos, weil so sieht man auch, wenn eine Veränderung ins Negative geht.

Ich habe jetzt zum Beispiel eine Kundin: Da war das Pferd eben zu dick, und die hat dann begonnen, mehr zu trainieren. Ganz toll, ist voll konsequent drangeblieben.

Aber auf einmal hat das Pferd körperlich ganz eine schräge Form angenommen: Ist total rückständig gestanden, hat voll falsche Muskeln aufgebaut, unterklammert.

Und mir ist das nun sofort aufgefallen, weil ich mache jedes Mal, wenn ich hufe, Fotos vom Pferd.

Dass das Pferd auf einmal sich in eine falsche Richtung entwickelt.

Sie hat zwar abgenommen, aber so ist das Pferd eigentlich ziemlich schlecht dagestanden.

Und ich habe das dann mit ihr besprochen, dass wir immer dann drauf kommen: Vielleicht braucht es so, wie sie mit dem Pferd arbeitet, eine Veränderung. Vielleicht braucht es ein anderes Training.

Und ja: Das ist eine harte Nuss, manchmal zu schlucken.

Ja, war es auch schon für mich. Ich hatte dasselbe Thema schon.

Jetzt hat sie ein anderes Training begonnen, ist begeistert von dem, was der Trainer ihr sagt, und sieht jetzt, was falsch gelaufen ist.

Es ist einfach so: Es gibt so viel da draußen.

Und wir können das nicht immer vermeiden, dass wir an die falschen Leute unterkommen.

Und oft ist es ja auch gar nicht so: Die wollen ja nichts Böses. Die machen ja, weil sie davon überzeugt sind, dass sie das Richtige machen.

Und manchmal ist es auch einfach eine „Die Person passt nicht zu mir“-Sache.

Ich hatte das mit meinem Pferd zum Beispiel mal mit einer Therapeutin: Die war sicher nicht schlecht.

Aber sie ist einfach nicht mit meinem Pferd zusammengekommen. Der wollte sich nicht von ihr berühren lassen, der hat sich nur noch mehr verspannt, wenn sie in seine Umgebung gekommen ist.

Das brauche ich dann nicht.

Und wie gesagt: Das lag sicher nicht an der Situation, sondern einfach weil er von ihr nicht angegriffen werden wollte – und das ist okay.

Und für mich ist eben noch so eines der Dinge: Ich habe es eh schon ein bisschen angesprochen.

Wenn ich will, dass sich das Pferd wohler im Körper fühlt, ist für mich Moxa einfach das Um und Auf.

Es ist ein klares Ja, dem Körper Unterstützung zu geben – statt noch ein Jahr darüber nachzudenken.

Und es ist jetzt eben keine Riesenausbildung, um vielleicht eine ganz neue Antwort im nächsten Jahr zu haben.

Sondern das ist eben ein: Ich tue jetzt etwas, was dem Körper hilft.

Und wenn du jetzt etwas machen willst, was dem Körper hilft, dann schnapp dir eben jetzt gerne den Moxa-Kurs.

Wenn du merkst, dass dein Pferd gerade mehr braucht als Abwarten oder Analysieren, dann findest du alle Infos zum Moxa-Kurs in der Episodenbeschreibung.

Und ich möchte dir mit dieser Episode einfach wirklich Mut machen, jetzt eine Entscheidung zu treffen für das Jahr.

Es bietet sich einfach an. Wir haben noch Jänner.

Und dass du – wie ich es am Anfang gesagt habe – wieder Freude und Spaß mit deinem Pferd hast.

Weil wenn du eben siehst, wie motiviert es ist …

Für mich war das halt so eine Freude: Ich bin rausgekommen in den Stall, und normalerweise gehen wir eben aufs Viereck.

Und ich habe schon gesehen: Boah, der Boden ist so eisig.

Das ist immer zu hakel, da raufzugehen, weil bei uns geht es da wirklich rauf.

Und das Raufgehen geht er vielleicht noch. Aber das Runtergehen dann …

Und ich habe jetzt eben schon länger nicht mehr auf dem Viereck mit meinem Pferd gearbeitet, eben weil es so eisig ist seit Dienstag.

Und er hat mich gesehen, hat mich angewiehert und ist Richtung Viereck raufgegangen.

Und ich bin einfach dagestanden und habe gedacht: Boah.

Vor einem Jahr hätte das noch nicht gespielt.

Vor einem Jahr wäre er zu mir gekommen, aber er wäre nicht so motiviert mitgegangen aufs Viereck.

Er wäre zehntausendmal stehen geblieben, und er wäre schon gar nicht von alleine aufs Viereck raufgegangen.

Und er hat dann Gott sei Dank recht flott aufgehört, weil er selber gemerkt hat: Hier, es ist echt zu eisig.

Und ist so umgedreht.

Und wir haben dann eben im Unterstand ein bisschen mit der Matte gearbeitet.

Dann habe ich ihn noch gemoxt.

Solche Situationen hast du nur, wenn sich dein Pferd wohlfühlt.

Weil wenn dein Pferd irgendwo … wenn es dein Pferd irgendwo zwickt, dann kann es nicht motiviert sein, mit dir zu arbeiten.

Dann kann es nicht motiviert sein, dich zu tragen.

Das ist genau dasselbe, wenn ich mit dem Sattel komme und mein Pferd blubbert, weil es sich freut.

Und wenn er nicht blubbert, und wenn er weggeht, dann weiß ich sofort: Da passt was nicht. Da müssen wir uns was anschauen.

Und bis jetzt war es dann immer so, dass er einfach irgendwo eine Verspannung im Körper hatte – warum auch immer das passiert halt. Wir sind ja auch manchmal verspannt.

Wo ich ihm dann Aufmerksamkeit geben konnte.

Und in diesem Sinne möchte ich dir da eben auch einfach Mut machen, dich jetzt zu entscheiden.

Für eine Veränderung. Das ist dann eher schon fast eine Transformation.

Und wir hören uns in zwei Wochen.

Bis dahin alles Liebe – und die Infos zum Moxa-Kurs hast du in der Podcastbeschreibung.

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